Geschichte der Cunard Line - Zeitlinie

  

1813 Abraham Cunard & Son (Samuel Cunard) schicken ihr Segelschiff White Oak zur ersten Reise über den Atlantik.

1814 Im Jahr 1833 endeten die Segelschiffe, welche die Post von England transportierten, in Bos- ton. Abraham Cunard & Son (Halifax) wurde ein Vertrag von der britischen Admiralität zuerkannt, um einen monatlichen Postbootsdienst zwischen St. Johns - Neufundland - Halifax - Boston - Bermuda zu erbringen. Dies war sein erster Ozeandienst. Dieser Postdienst wurde bis 1886 durchgeführt und danach eingestellt.

1819 Abraham Cunard geht in den Ruhestand. Die Firma wird umbenannt in Samuel Cunard & Co.

1825 Samuel Cunard wird Agent der East India Company in Halifax

1831 Samuel Cunard und seine Brüder Joseph und Henry betreiben einen Sommerfahrplan zwi- schen Quebec und Halifax, Eingesetztes Schiff war die ss Royal William

1833 Die Royal William überquert als erstes Dampfschiff der Fa. Cunard den Atlantik

1838 mehr als 40 Segelschiffe gehören zur Cunard Flotte

1839 Cunard erhält von der brit. Admiralität den Kontrakt zur monatlichen Post- und Passagier- beförderung zwischen England und Nord Amerika.

1839 Samuel Cunard gründet mit vier Partnern (Robert Napier, James Donaldson, George Burns und David Maclver) die Firma The Glasgow Proprietory in the British and North American Royal Mail Steam Packets, established for the purpose of carrying mails, passengers, specie and merchandise between Britain and certain north American ports.

1840 Erste Atlantiküberquerung für British and North American Royal Mail Steam Packet Company (Cunard Line) mit dem Dampfschiff Unicorn von Liverpool 16.05. nach Halifax (Ankunft 30. 05.) weiter Boston (Ankunft 02.06) unter dem Kommando von Cpt. Walter Douglas. 27 Passa- giere, Post für Boston und 450 t Kohle.

1840 der 1154 BRT große hölzerne Raddampfer Britannia und ihre fast baugleichen Schwes- terschiffe Acadia, Caledonia und Columbia werden in Dienst gestellt. Diese Schiffe machen die atlantische Reise in 14 Tagen mit durchschnittlich 8,5 Knoten und beginnen wöchentliche Abreisen aus Liverpool.

1843 die Hibernia wird als fünftes Schiff in die Flotte eingegliedert.

1844 für die im Nebel gestrandete Columbia wird als Ersatzschiff die Cambria angeschafft

1850 erweiterte Samuel Cunard seinen Bermuda Postdienst von New York nach St. Thomas mit einem Anlauf bei den Bermuda´s in beiden Richtungen. Der New York - Bermuda Postdienst wurde 1854 wieder eingestellt.

1850 Als Antwort auf die Gründung der Collins Line (The New York & Liverpool United States Mail Steamship Co.) wurden zwei neue Schiffe, die Asia und Africa in Dienst gestellt.

1852 die Schiffe Arabia und Persia werden in Auftrag gegeben. Die Royal Mail verlor durch Feuer ihr Schiff Amazon und bot Cunard für die Arabia 125.000 Pfund. Cunard akzeptierte und das zweite Schiff, die Persia, wurde umbenannt in Arabia

1853 Cunard´s erstes durch Schrauben angetriebenes Schiff, die Andes wird eingeführt, aber nicht beim transatlantischen Dienst verwendet. Kurz danach kommt die Alps

1854 Elf Cunard Schiffe werden für den Krim-Krieg angefordert. Sie transportieren 27.000 bri- tische, 32.000 französische und 7.000 türkische Soldaten in Richtung Varna und Sewastopol. Die Schiffe Alps und Andes werden als erste Hospitalschiffe eingesetzt.

1855 Die British & Foreign Steam Navigation Co. wird von Cunard, Burns und MacIver als Schiffslinie für den Mittelmeer Service gegründet. Die acht Schiffe unter Verwaltung von Burns & MacIver sind: Alps - Andes - British Queen - Damascus - Lebanon - Karnak - Teneriffe und Taurus.

1856 die berühmte Persia wird gebaut, Cunard´s erstes Eisenschiff für den transatlantischen Dienst. Im Juli erhält sie das Blaue Band für ihre Rekordfahrt.

1859 in Anerkennung der Dienste um den Krim-Krieg wird Samuel Cunard zum Baron ernannt und darf sich fortan Sir Samuel Cunard nennen.

1862 die China tritt ihren Dienst an - der Gesellschaft erstes durch Schiffschrauben ange- triebenes  Schiff. Cunard braucht eine neue Bewilligung der Admiralität zur Postbeförderung, da im alten Postvertrag "Raddampfer" vereinbart waren.

1862 die Scotia wird eingeführt, nach der Great Eastern der größte und schnellste je gebaute Raddampfer.

1865 Sir Samuel Cunard stirbt am 28 April im Alter von 78 Jahren in London. Der Baronstitel geht an seinen ältesten Sohn Edward über.

1871 zwei neue Cunarder, Bothnia und Scythia gehen in den atlantischen Service

1877 Die brit. Admiralität kürzte die Subventionen auf 70000 Pfund jährlich und übertrug zu- gleich den kanadischen Posttransport an die Inman Line, im Auswanderertransport war eben- falls die Konkurrenz erfolgreicher. 

1878 erfolgt der finanzielle Zusammenbruch. Am 23. Mai wird die British & North American Royal Mail Steam Packet Company in Cunard Steamship Company Ltd. (Aktiengesell- schaft) umbenannt. Hauptanteilseigner der neuen Firma sind Burns und MacIver, Liverpool - William & William Samuel Cunard, London - G. & J. Burns, Glasgow

1881 die Servia nimmt den Betrieb auf. Es ist Cunard´s erstes Stahlschiff und weltweit das erste Schiff mit elektrischer Beleuchtung. Es wird einzig für den Passagier- und Frachttransport und nicht zur Postbeförderung eingesetzt. 

1883 wird der Nordatlantik Service durch die Aurania komplettiert. 

1884 die Guion Line mit ihrem neuen Schnelldampfer Oregon (über 20 kn) gerät in finanzielle Schwierigkeiten und wird von Cunard übernommen. Cunard hat wieder einen Schnelldampfer für den Kampf um das Blaue Band.

1884 Mit modernem Compound Antrieb ausgestattet, kommen die Umbria und Etruria in die Cunard Flotte.

1890 Völlig unerwartet erschienen mit den deutschen Reedereien Norddeutscher Lloyd und der HAL/Hapag neue Konkurrenten mit auf dt. Werften gebauten Rekordschiffen. 10 Jahre lang dominierten die Deutschen, zum Leidwesen der Briten, das Geschehen auf dem Nordatlantik.

1893 die 12.950 BRT große Campania wird im April eingeführt, es folgt die Lucania im Sep- tember. Beide Schiffe erhalten erstmals zwei Schrauben und sind als Rekordbrecher konzipiert.

1898 die Ultonia, geplant als Combi Fracht- und Passagierschiff für die Route Southampton - Boston kommt in den Liniendienst, befördert aber größtenteils Passagiere.

1899 Im Oktober beginnt der Burenkrieg in Südafrika (Cape Town). Bis 1900 werden sechs Cunard Schiffe von der britischen Regierung als Truppentransporter requiriert. 

1900 die Combi Fracht- und Passagierschiffe Ivernia (1) und Saxonia (1) mit jeweils 2.300 Passagieren und 14.000 t Fracht gehen an den Start.

1901 begann der amerik. Bankier John Pierpont Morgan eine Reederei nach der anderen aufzu- kaufen und wenn es nach ihm gegangen wäre auch die Cunard Line. Doch die Briten dachten gar nicht daran sich aufkaufen zu lassen. Cunard übte Druck auf das Parlament aus und bekam ein Darlehen von 11,7 Mill. $ genehmigt sowie jährl. Subventionen in Höhe von 732000 $ für den Bau neuer Schiffe. Krönung dieses Bauprogramms waren die beiden Schwesterschiffe Lusitania und Mauretania die 1907 den Betrieb aufnahmen.

1902 die Aurania und die Carpathia eröffnen den neuen Passagierservice zwischen Fiume - Triest - Venedig - Palermo - New York, es folgen die hinzugekauften Schiffe Pannonia und Slavonia. Der Atlantikservice nach New York wird durch die Schiffe Campania, Etruria, Lucania und Umbria durchgeführt. Boston wird durch die Schiffe Ivernia, Saxonia, Ultonia und Sylvania bedient.

1905 die baugleichen Schiffe Caronia (Vierfach Expansions Dampfmaschine) und Carmania (Dampfturbine) werden eingeführt. Da die Dampfturbine schneller und wirtschaftlicher war wird sie zum Standart für alle folgenden Cunard Schiffe.

1907 die Liner Lusitania (Bauwerft John Brown) und Mauretania (Bauwerft Swan, Hunter & Wigham Richardson) werden eingeführt. Die letztere hält 22 Jahre das Blaue Band (siehe auch Infoseiten) für die schnellste Atlantiküberquerung.

1911 die neuen Schiffe Franconia und Laconia übernehmen den Boston Service in der Sommer- periode. Im Winter unternehmen sie Kreuzfahrten von New York ins Mittelmeer.

1911 um den Canada Service wieder aufzunehmen, erwirbt Cunard von Cairns, Noble & Co. die Thomson Line (inklusive dem London-Kanada Service) mit ihren Schiffen Cainrona - umbenannt in Albania (1), Tortona - umbenannt in Ausonia (1) und die Gerona - umbenannt in Ascania (1) Die (nicht mitgekauften) restlichen acht Frachtschiffe verblieben in der Thomson Line.

1911 im November erwirbt Cunard die Mehrheitsanteile der Anchor Line Ltd. (Henderson Brot- hers) mit insgesamt 15 Schiffen. Der Name Anchor Line bleibt bestehen. Zur selben Zeit erwirbt Cunard die Kontrolle über Thos. & Jno. Brocklebank Ltd. Die Firmen fusionieren zu Anchor - Brocklebank. Alle Geschäftsanteile werden von Cunard Ltd., Sir Alfred Booth und Lord Royden gehalten. Beide waren Direktoren sowohl von Cunard als auch von Brocklebank.

1912 Liniendiensten nach Nordamerika (Cunard Anchor Line Ltd.) Liniendienst nach Indien  (Brocklebank - Anchor - Line)

1912 am 15. April übernimmt die Carpathia die geretteten Passagiere des gesunkenen Luxus- liners Titanic.

1913 als Antwort auf die neuen großen Atlantikliner der Hamburg America Line Bismarck - 56.000 BRT, Imperator - 52.000 BRT, Vaterland - 49.000 BRT und die neuen Liner der White Star Line, Olympic, Titanic und Britannic je 46.200 BRT wird die Aquitania 45.600 BRT bei John Brown gebaut.

1914 im Mai erfolgt die Jungfernfahrt der neuen Aquitania. Sie war das bisher größte Schiff der Cunard-Flotte und kostete über 2.000.000 Pfund.

1914 der erste Weltkrieg unterbricht Cunards wirtschaftliche Entwicklung, da die Gesellschaft in den aktiven Kriegsdienst einbezogen ist. Cunard-Schiffe befördern mehr als eine Million Soldaten über den Atlantik und mehr als zehn Millionen Tonnen Fracht für den Kriegsdienst. 

1914 die Dampfer Henriette Woermann, Jeanette Woermann und Paul Woermann der Woer- mann Linie (Deutsche Ost Afrika Linie) werden vom britischen Kreuzer HMS Cumberland im Hafen von Douala / Kamerun beschlagnahmt. Ein Priesengericht spricht die Schiffe 1915 der Cunard SS Co. zu. Die Schiffe werden umbenannt in Polymnia, Polentia und Polandia.

1916 Cunard Ltd. erwirbt die Canadian Northern Steamship Co. inkl. der Uranium Line. Die  Royal George und die Kombischiffe Flavia, Feltria und Folia werden in die Cunard Flotte eingegliedert. Anchor- und Donaldson Line fusionieren zur (Cunard) Donaldson-Line für den Kanada Service, die neue ABCD Firmengruppe besteht aus Anchor, Brocklebank, Cunard und Donaldson unter dem Dach der Cunard Line Ltd.

1916 Um den Markt nach Australien und Neuseeland zu erschließen erwirbt Cunard Line Ltd. alle Anteile an der Commonwealth & Dominion Line (vormals J.P. Corry & Co., Wm. Milburn & Co., Thos. B. Royen & Co. und Tyser & Co.) - später bekannt als Port Line. 25 Schiffe kamen unter Kontrolle von Cunard. Die Schiffe waren an der Schornsteinfarbe erkennbar; statt drei hatten sie zwei schwarze Ringe auf rotem Grund (erstmals in 1919).

1917 das Cunard Gebäude in Liverpool wird fertiggestellt.  

1918 während des 1. Weltkrieges verlor Cunard Ltd. 22 Schiffe: Alaunia (1), Andania (1), Ascania (1), Aurania (2), Ausonia (1), Caria, Carpathia, Feltria, Flavia, Folia, Franconia (1), Ivernia (1), Laconia (1), Lusitania, Lycia, Thracia, Ultonia, Valeria, Vandalia (1), Ultonia, Vinovia und Volodia mit einer Gesamttonnage von 220.444 gross tons. Anchor Line verlor 7 Schiffe (69.040 ts), Commonwealth & Dominion 9 Schiffe (45.215 ts), Brocklebank 9 Schiffe (55.155 ts). Nach dem Krieg orderte Cunard Line Ltd. 13 neue Schiffe, die größte Order zur damaligen Zeit.

1919 Verlegung des Firmensitzes von Liverpool nach London

1921 die Albania (2) wird als erstes Nachkriegsschiff eingeführt. Es folgen die Scythia (2) und Samaria (2)

1922 die Andania (2), Ausonia (2),Tyrrhenia und Laconia (2) nehmen ihren Dienst auf.

1922 Um den Verlust der Lusitania zu kompensieren wird der Cunard-Line von der britischen Regierung der deutsche Dampfer Imperator zuerkannt. Das Schiff wird modernisiert und in Berengaria umbenannt.

1922 die Laconia ist das weltweit erste Kreuzfahrtschiff, welches eine Weltumrundung durch- führt.

1923 Franconia (2) wird ausgeliefert und bedient die transatlantische Route (USA)

1924 für die Kanadische Route wird die neue Aurania (3) eingesetzt.

1925 folgen die Schiffe Alaunia (2), Ascania (2) und Carinthia (2)

1929 die Flotte der Cunard Line besteht aus folgenden Einheiten: Berengaria, Aquitania, Maure- tania, Carinthia, Franconia, Scythia, Caronia, Carmania, Laconia, Samaria, Lancastria, Tus- cania, Andania, Antonia, Alaunia, Ascania, Aurania, Ausonia (Cunard Line) - Transylvania, Ca- lifornia, Caledonia, Cameronia, Castalia, Circassia, Massilia, Elysia, Assyria, Britannia (Anchor Line) - Letitia, Athenia (Anchor-Donaldson-Line)

1926 für Anchor Line werden drei neue Schiffe eingesetzt Transylvania (2), Caledonia (4) und Tuscania, letztere wird in die Cunard Flotte eingegliedert

1930 Kiellegung eines unbenannten Giganten bei John Brown´s Shipyard in Clydebank mit der Baunummer 534, die spätere Queen Mary. Durch die Weltwirtschaftskrise wird der Bau nicht fortgesetzt.

1932 Cunard Line Ltd. (Schiffe der Nordatlantik Flotte) und White Star Line Ltd. fusionieren auf Druck der englischen Regierung zur Cunard-White Star Ltd. Die restlichen Schiffe der Cunard Mittelmeerflotte verbleiben bei der neu gegründeten Gesellschaft Cunard Steam - Ship Co. Ltd. Von White Star wurden folgende Schiffe in die neue Gesellschaft Cunard-White Star Ltd. eingebracht: Homeric, Majestic, Olympic (Southampton-New York Route), Georgic und Britannic (Liverpool - New York), Laurentic und Doric (Liverpool - Canada) und die Adriatic.

1933 die 80.744 BRT große Queen Mary wird von ihrer Namensgeberin, der Königin Mary von England, getauft. Bald nach Indienststellung im Jahre 1936 gewinnt das Schiff das Blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung.

1935 freiwilliger Konkurs der Anchor Donaldson Line, die Firma wird unter dem neuen Namen Donaldson Atlantic Line weitergeführt.

1936 die neu gegründete Gesellschaft MANZ - (Montreal, Australia & New Zealand Line) über- nimmt den Australien Service der Canadian National Line. Die Gesellschaft besteht aus den Linien Commonwealth & Dominion Line, Ellerman & Bucknall und New Zealand Shipping Comp.

1937 der offizielle Namen der Linie wird in Port Line Ltd. umbenannt. Port Line bleibt eine eigenständige Gesellschaft unter dem Dach der Cunard Line Ltd.

1938 die Queen Elizabeth - das zur damaligen Zeit größte Passagierschiff der Welt - wird von ihrer Majestät Queen Elizabeth an die Reederei übergeben.

1939 die Mauretania (II) kommt in den Liniendienst.

1940 Cunard Schiffe werden noch einmal für einen Krieg angefordert. Die Queen Mary und Queen Elizabeth befördern weit über 1,2 Millionen Soldaten nach Europa. Alle Cunard Schiffe zusammen ca. 2.473.000 Soldaten und 9.223.181 Tonnen Fracht. Churchill bemerkte, dass die zwei Schiffe halfen, den Krieg in Europa um wenigstens ein Jahr zu verkürzen.

1941 Transfer von 51% des Aktienkapitals der Anchor-Line an Cunard Brocklebank, der Cunard Anchor Dienst wird beendet.

1946 Nach Beendigung des 2. Weltkrieges beginnt die Neuanschaffung von Schiffstonnage. Die zwei ersten Intermediate Liners (Fracht und nur 1. Klasse Passage) waren die Media (1) und die Parthia (2) für Cunard White Star Line Ltd. Die Brescia wurde für Cunard Steam - Ship Co. Ltd. (Mittelmeer Service) angeschafft.

1948 Drei Frachtschiffe gehen in die Atlantic Cargo Fleet: Asia (2), Arabia (3) und Assyria

1949 Cunards erstes Kreuzfahrtschiff, die Caronia macht ihre Jungfernfahrt. Sie ist bekannt als das 'Schiff der Millionäre' wegen der Passagiere, und auch als die 'grüne Göttin' wegen der Farbe des Schiffes.

1950 Cunard erwirbt die restlichen Anteile der White Star Line, Die Cunard-White Star-Line wird aufgelöst und umbenannt in Cunard Steamship Company Ltd.

1957 Die Blue Star Line wird Partnergesellschaft der Port Line. Zusammen mit New Zealand Shipping Co. und Shaw Savill & Albion Lines wird unter dem Namen Crusader Shipping Ltd. die Route Neuseeland, Fernost und die Pazifikküste der USA bedient

1959 das erste Düsenflugzeug überquert den Atlantik. Die Luftfahrt gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. In diesem Jahr werden mehr Passagiere per Luft als per Schiff über den Atlantik gebracht.

1960 ein neuer Cunard Anchor Dienst mit Cunard Donaldson wird gegründet, Die Schiffe Lauren- tia und Lismoria (Donaldson Line) werden eingegliedert.

1960 erwarb die Cunard Steamship Company die Mehrheitsanteile an der brit. Fluggesellschaft Eagle Airline. Diese wurde umbenannt in 'Cunard Eagle Airways'. Die ersten Flugzeuge waren gebrauchte Maschinen vom Typ DC 6 und wurden hauptsächlich als Truppentransporter ver- chartert. Im Jahre 1960 wurden auch neue leistungsfähigere Turboprop Flugzeuge (Bristol - Britannic) für den Transatlantikflug eingeführt. Sie sollten von London Heahtrow nach Miami den staatlichen Fluglinien BEA und BOAC Konkurrenz machen, was aber nie gelang. Im Jahre 1962 wurden die Cunard Gesellschafteranteile von BOAC übernommen und 1963 wurde die Fluglinie in British Eagle International Airways umbenannt . Die Fluggesellschaft wurde 1968 aufgelöst und in die BOAC eingegliedert. (siehe auch Cunard Flotte Stichwort Airways).

1964 Cunard Line Ltd. erwirbt die H.E. Moss & Co. Tankers Ltd. mit den Tankschiffen Lucel- lum, Lucigen und Luxor. Die Schiffe kommen unter Verwaltung von Brocklebank, behalten aber ihre Identität als quasi eigenständige Schiffslinie mit Namen und Hausflagge.

1965 Zwischen 1965 und 1967 gründeten mehrere Reedereien das ACL Konsortium mit je 20 % Anteilen. Die ACL – Atlantic Cargo Line bestand aus den Reedereien  Swedish America Line (SAL/Brostroms), Transatlantic Steamship Company Limited (RABT), Holland America Line (HAL), Cunard Steamship Co. Ltd. und French Compagnie Generale Transatlantique CGT/S.A. - Ziel war eine Monopolisierung des Frachtverkehrs auf dem Atlantik. Der Anchor-Cunard Dienst wird aufgelöst.

1966 Associated Container Transportation (ACT) wird gegründet. Cunard Line (vertreten durch Port Line) und  Ben Line, Blue Star Line, Ellerman und T & J Harrison als Partnergesell- schaften. Später wird ACT (Australien) gegründet.

1967 die Saxonia und Ivernia werden einem kompletten Umbau unterzogen und mit einem weißen Anstrich als Kreuzfahrtschiffe Carmania und Franconia (3) eingesetzt

1967 drei neue Frachtschiffe für den Mittelmeer Service werden eingeführt: Pavia (1), Lycia (1) und Phrygia (2).

1967 die QE2  wird von ihrer Majestät Königin Elizabeth von England auf den Namen Queen Elizabeth 2 getauft.

1968 Cunard Cargo, Brocklebank Cargo und die Tankerflotte (Moss Fleet) gehören nun zur Cunard-Brocklebank Ltd. Zwei neue Schiffe Mahsud III und Maihar II kommen zur Flotte

1968 Cunard Line Ltd. übernimmt den Passagiertransport, die gesamten Frachtschiffe firmieren unter Cunard Brocklebank Line.

1968 Die (gecharterten) Schiffe des Cunard Great Lake Service werden mit Schiffen der French Line (Transatlantique), Oranje Line (Fjell Line), Olsen & Ugestad Line zur Transatlantic Lakes Line (T.A.L.L.) T.A.C. 

1968 Cunard erwirbt die Firma Offshore Marine für 2,3 Mio Pfund. Die Schiffsnamen enden auf ... Shore, z.B. Norfolk Shore, Island Shore etc. 

1969 Jungfernreise von Queen Elizabeth 2. die M.A.N.Z Line wird aufgelöst.

1970 Cunard Cargo Shipping Services Ltd., Cunard-Brocklebank, Port Line, Moss Tankers und Offshore Marine werden zusammengelegt. Es gab immer noch einen Bedarf nach einigen kon- ventionellen Frachtschiffen, und diese Gesellschaft setzte Schiffe ein, um diesen Bereich des Handels zu erfüllen.

1971 wurde die Cunard Line Ltd., wie sie seit 1962 firmierte, durch den brit. Industriekonzern Trafalgar House Investments aufgekauft. Nach 131 Jahren eigenständigen Bestehens. Die neu organisierte Gesellschaft The Cunard Steamship Co. p.l.c umfasste nunmehr folgende Gesellschaften: Bigland Hogg & Co. Ltd., Cunard-Brocklebanl Ltd., Cunard Arabian Mid- dle East Line Ltd., Cunard Shop Management Services Ltd., Cunard Shipping Services Ltd., H.E. Moss & Co. Ltd., Moss Tankers Ltd., Pon Line Ltd., Thos. & Jno. Brocklebank Ltd. und 66,6 % an Heavylift Cargo Airlines.

1971 Cunard erwirbt 50 % der Overseas National Airways. Die neu gegründete Gesellschaft Cunard-ONA übernimmt zwei im Bau befindliche Kreuzfahrtschiffe. Kurz darauf wird ONA eingestellt. Cunard Line Ltd. übernimmt die Schiffe und setzt sie als Cunard Adventurer und Cunard Ambassador ein.

1972 Acht Bulk Carriers werden angeschafft: Cunard Campaigner, Cunard Calamanda, Cunard Caravel, Cunard Carrier, Cunard Carronade, Cunard Cavalier, Cunard Cham- pion und Cunard Chieftain. Die Schiffe werden verwaltet von Cunard-Brocklebank Bulkers Ltd., einer Tochtergesellschafft von Cunard-Brocklebank

1975 erste Weltkreuzfahrt der Queen Elizabeth 2.

1976 Cunard Countess ist eingeführt.

1977 Cunard Princess wird eingeführt

1978 Zehn Gefriergut- Combifrachtschiffe werden von "The Maritime Fruit Carriers Co.", Haifa gekauft. Sie werden umbenannt und erhalten die bekannten Cunard-Namen mit der Endung ...ia. Alaunia IV, Alsatia III, Andania IV, Andria II, Carinthia IV, Carmania III, Samaria IV, Saxonia IV, Servia III und Scythia IV. Die Schiffe der Port Line werden in die Cunard Gruppe integriert.

1979 Die Schiffe der Port Line werden an ACT transferiert. Brocklebank´s Red Sea Service wird in die Cunard Arabian Middle East Line (C.A.M.E.L.) eingegliedert.

1982 Argentinische Truppen besetzen die Falkland Inseln. Die Queen Elizabeth 2, Cunard Countess und Saxonia IV (Cunard Line) werden von der britischer Regierung als Truppen- transporter angefordert. Luminetta (Moss Tankers) als Tankschiff und Atlantic Conveyor (1) (ACL) als Hilfsflugzeugträger für Senkrechtstarter Harrier. Die von der D.F.D.S. gekaufte Fähre England wird als Truppentransporter zwischen Südafrika und den Falklands eingesetzt und gehört zur Cunard Cargo Ltd. Die Atlantic Conveyor wird durch eine arg. Exoccet Rakete schwer beschädigt und sinkt. Die letzten verbleibenden Port Line Schiffe werden an die Brock- lebank Line transferiert.

1983 Cunard Steamship Co. p.l.c erwirbt die Norske-Amerikalinje AS mit den hochbewerteten Schiffen Sagafjord und Vistafjord

1983 Cunard bietet erstmalig die Rückreise in einem Düsenflugzeug an und chartert die Concorde. Cunard wird der größte Befrachter der Concorde weltweit.

1986 Cunard erwirbt die Luxusschiffe Sea Goddess I und Sea Goddess II  von Norske Cruises A/S. - nach mehr als 25 Jahren verfügt Cunard nun wieder über sieben Einheiten.

1987 Nach sechs Monaten wird der weltweit teuerste Umbau (ca. 110 Millionen Pfund) eines Schiffes beendet. Die Queen Elizabeth 2 wird in einer deutschen Werft von Dampfturbine auf Dieselbefeuerung umgestellt. Prinz Charles nimmt das Schiff in Southampton in Empfang.

1987 Trafalgar House Group kauft die Ellerman Lines für 24,1 Mio Pfund und verbindet sie mit der Cunard Cargo Gruppe zur neuen Gesellschaft Cunard Ellerman Ltd. Gründung der Seabourn Cruise Line unter dem Management der Cunard Line Ltd.

1990 die Cunard Line feiert ihr 150 jähriges Bestehen. Die QE2 umrundet Großbritannien in einer Galakreuzfahrt. Bei Spithead wird die QE2 von der königlichen Yacht H.M.Y. Britannia begleitet und die königliche Familie setzt die Reise an Bord der QE 2 fort. Die Cunard Passagier  Flotte besteht aus insges. sieben Einheiten: Queen Elizabeth 2, Sagafjord, Vistafjord, Cunard Countess, Cunard Princess, Sea Goddess I und Sea Goddess II.

1991 Cunard Princess wird von der US Regierung während des Golfkrieges als Erholungszen- trum für die Soldaten gechartert.

1993 Cunard Steamship Co. p.l.c erwirbt die Mehrheitsanteile der Royal Viking Line A/S

1993 Cunard unterschreibt eine Joint Venture Vereinbarung mit Crown Cruise Line. Zwei Schiffe sind schon in Dienst (Crown Jewel und Crown Monarch) und ein Drittes (Crown Dynasty), steht kurz vor der Auslieferung. Durch diese Vereinbarung steigt die verfügbare Bettenzahl um 40% auf über 7000. Der QE2 werden als erstem Schiff überhaupt von der RAC fünf Sterne zuer- kannt.

1994 April die QE2 feiert das 25. Jahr im Dienst von Cunard. Juli; Cunard kauft für 170 Mio. US $ das höchst bewertete Kreuzfahrtschiff der Welt, die Royal Viking Sun. Cunard besitzt jetzt sechs von den 11 besten Kreuzfahrtschiffen der Welt. Drei verschiedene Linien kreuzen jetzt unter Cunard Flagge: Cunard Royal Vicking, Cunard Crown und Cunard. im  November wird die Vistafjord für 10 Mio. Pfund umgebaut. Dezember; die QE2 erhält eine Neuausstattung für 30 Millionen Pfund.

1995 Cunard Princess und Crown Jewel verlassen die Cunard Flotte. Die Crown Dynasty wird langfristig von Cunard gechartert

1996 Trafalgar House, die Muttergesellschaft von Cunard wird vom norwegischen Kvaerner Kon- zern für 850 Millionen Pfund aufgekauft und zerschlagen. Seabourn Cruise Line wird von der Cunard Line verwaltet. September - das Drei Sterne Schiff Cunard Countess - wird für 18 Millionen Pfund an die Neue Fernost Linie - Awani Cruises - verkauft, da Cunard sich auf Fünf- sterne Schiffe konzentriert. Im Oktober wird die Sagafjord für 30 Mio.  US $ Dollar an Saga Holidays verkauft. 

1997 März ... die Cunard Dynasty wird an Majesty Cruise Line in Florida verchartert.

1998 Cunard wird Teil des Carnival Corporation Imperiums und fusioniert mit der Seabourn Cruise Line zur Cunard Seabourn Ltd. Die Carnival Corporation besteht nun aus folgenden Kreuzfahrtlinien: Carnival Cruise Lines (19 Schiffe), Princess Cruises (11 Schiffe), Holland America Line (12 Schiffe), Windstar Cruises (3 Schiffe), Seabourn Cruise Line (3 Schiffe), Costa Crociere (9 Schiffe), Cunard Line (2 Schiffe), P&O Cruises (4 Schiffe), Ocean Village (1 Schiff), Swan Hellenic (1 Schiff), Seetours mit AIDA (4 Schiffe), A'ROSA (4 Schiffe), and P&O Cruises Australia (1 Schiff).

1999 die 24.292 BRT große Vistafjord wird umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen unter- zogen. Nach erfolgtem Umbau wird sie umbenannt in (New) Caronia. Die Cunardflotte besteht nur noch aus den Einheiten Queen Elizabeth 2 und der Caronia.

2002 4. Juli. Die Queen Mary 2 wird heute kielgelegt. Mit einer Länge von 345 m, Breite von 41 m, Höhe von 72 m, 150.000 gross tons und Baukosten in Höhe von knapp € 870 Millionen wird die Queen Mary 2 das größte und teuerste (bis Heute) gebaute Kreuzfahrtschiff und nach In- dienststellung der Queen Elizabeth 2 (1969) der erste echte Ocean Liner seit 30 Jahren. Den 2.620 Passagieren wird auf 13 Decks all erdenklicher Luxus geboten.

2003 April Ein neues Schiff (ursprünglich als fünftes Schiff der Vista-Class für Holland America Line geplant) befindet sich zur Zeit im Bau (Fertigstellung 2005 - Bauwerft Fincantiere - Bau- nummer 6078) Als neuer Name für das Schiff hat Cunard sich auf Queen Victoria festgelegt. Somit kreuzen bald (erstmalig in der Cunard Geschichte) drei Queens über die Weltmeere.

2003 Mai Cunard verkauft ihre MS Caronia 24.292 BRT (ex Vistafjord) an Saga Holidays. Bis November 2004 bleibt das Schiff im Dienst von Cunard, und soll im April 2005 durch den Neu- bau Queen Victoria ersetzt werden.

2003 November Nach dem Einsturz einer Landungsbrücke des neuen Luxusliners Queen Mary 2 in Frankreich sind 15 Menschen getötet und mehrere schwer verletzt worden.

2004 Januar Vor rund 2.000 Gästen hat Königin Elizabeth II von England am 8.1.2004 das neue Cunard Flaggschiff Queen Mary 2 getauft. "Gott segne sie und alle, die mit ihr segeln", sagte das britische Staatsoberhaupt. Die Queen Mary 2 war am 26. Dezember aus der Alstrom Bau- werft Saint-Nazaire in England eingetroffen. Zuvor hatte Königin Elizabeth II das Schiff zusammen mit dem kürzlich zum Commodore beförderten Kapitän der QM 2, R. W. Warwick besichtigt. Die QM2 begann am 12. Jan. 2004 ihre 14-tägige Jungfernfahrt nach Fort Lauderdale im US-Staat Florida.

2004 April Die bei Fincantieri im Bau befindliche Queen Victoria wird an P&O transferiert und erhält den Namen Arcadia. Cunard plant den Neubau einer Queen Victoria für 2007

2004 Juli Erster Besuch der QM 2 in Deutschland. 19. Juli - mehrere Hunderttausend Besucher begrüßten die QM 2 bei ihrem ersten Deutschlandbesuch. Riesenspektakel mit Feuerwerk.

2004 November - Letzte Fahrt als Cunard Caronia. Übergabe an Saga Cruise Ltd. Nach Umbau in Malta ab März 2005 Einsatz als Saga Ruby (50+ Kreuzfahrten)

2005 März Der kalifornische Betreiber (Queen´s Seaport Development Inc.) mit CEO Joe Prev- ratil des legendären Cunard Liners und heutigen Hotel- und Museumsschiffes QUEEN MARY hat am 14. März einen Insolvenzantrag gestellt. Damit ist die Zukunft einer der letzten und bekanntesten Atlantikliner mehr als ungewiss.

2005 Die deutsche Werft Blohm + Voss Repair erhält den Zuschlag für Wartungsarbeiten an der Queen Mary 2  - Die Arbeiten werden im Blohm + Voss Trockendock Elbe 17 vom 08.11.2005 bis 18.11.2005 durchgeführt.

2006 Am 18. Januar 2006 Beschädigung einer Antriebsgondel der Queen Mary 2 im Hafen von Fort Lauderdale (Florida / USA). Die Reparaturen werden bei Blohm + Voss Repair (Hamburg / Deutschland) durchgeführt. Ausbau des Antriebs erfolgte im Mai 2006 / der Einbau soll im November 2006 erfolgen.

2006 Historisches Treffen der Queen Mary 2 und der alten RMS Queen Mary am 23.02.2006 in Long Beach, Californien, USA

2006 Am 12.05.2006 erfolgt die offizielle Kiellegung der neuen Queen Victoria in der Marghera

Werft, Fincantieri, Italien.

2007 Float Out (erste Wasserung) der Queen Victoria erfolgte am 15. Januar 2007, Schiffs- taufe soll im Dezember 2007 in Southampton erfolgen.

2007 18.06.2007 Cunard Line gibt den Verkauf der QE 2 bekannt. Die Queen Elizabeth 2 ist für ca. 100 Mio. US-$ als  Hotel- u. Touristenattraktion nach Dubai verkauft worden. Ihre Karriere

als Passagierschiff endet im November 2008. Ab 2009 erhält die QE 2 einen Liegeplatz an "The Palm Jumeira" in Dubai.

2007 Cunard gilbt den Neubau einer Queen Elizabeth bekannt. Bauwerft: Fincantieri in Mon- falcon, Italien. Geplant für 2092 Passagiere, Baukosten ca. 500 Mio. Euro. Jungfernfahrt soll im Herbst 2010 erfolgen.


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